Not my Monkey, not my Circus

Ich übernehme jeden Tag Verantwortung. Das ist okay, denn das macht das Leben spannend und herausfordernd. Außerdem kommt es ja immer gut, „flexibel, kreativ, selbstständig, innovativ, kreativ und teamfähig“ zu sein (Gruß ans Känguru). Wobei das hier jetzt keine Bewerbung werden soll.

Verantwortung fängt ja auch schon im Kleinen, direkt bei mir selbst an. Sport, gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf … Um all das, und noch viel mehr, muss ich mich jeden Tag kümmern. Und oben drauf noch Verantwortung im Job, in der Gemeinde, in der Familie, bei Freunden, in der Gesellschaft … Manchmal, wenn es mir mal zu viel wird, würde ich gern alles stehen und liegen lassen, aka „Not my Monkey, not my Circus“.

An dieser Stelle möchte ich an alle Eltern da draußen großen Respekt zollen. DIESE Verantwortung ist mir gerade eindeutig zu krass. Für ein (oder für fünf) anderes Leben Verantwortung zu tragen, muss ein riesen Ding sein. Einerseits eine echte Chance, dem Kind Gutes mitzugeben und sein Leben nachhaltig und positiv zu prägen. Andererseits eine schwere Last, die Verantwortung zu tragen und an allem irgendwie Schuld zu sein.

Natürlich kann ich mich nicht einfach so aus allem rausziehen. Außer jemand spendiert, finanziert und ermöglicht mir ein Sabbatjahr. Dann kann er oder sie sich gern bei mir melden! Aber das wird wohl nicht passieren. Stattdessen muss ich einfach ein gesundes Maß finden, die Balance halten und dann und wann den Zirkus mit seinen Affen an mir vorbeiziehen lassen. ✿