Mein Fahrrad und ich

Jeden morgen (wenn das Wetter es zulässt) fahre ich mit meinem Fahrrad zur Arbeit. Diese 15 Minuten Radelsport helfen mir beim wach werden und den Tag mit Energie zu starten. Soweit jedenfalls die Theorie.

Wie es wirklich aussieht: Ich fahre schwitzend gefühlt den Mount Everest gleich zweimal hoch, sämtliche Rad-Kollegen überholen mich (auch die ohne E-Bike), meine Geschwindigkeitsanzeige macht mir deutlich, dass ich die Hälfte der Strecke unter dem Durchschnitt liege (Durchschnitt der Tour de France oder wie?) und Schildkröten laufen neben mir her. Die Minions auf meiner Fahrradklingel lächeln fröhlich und die Blumen am Fahrradkorb wackeln entspannt im Wind. Und ich hechel, schwitze und stöhne.

Wenn ich dann endlich bei der Arbeit ankomme, sind 8 Stunden Arbeitstag gefühlsmäßig schon rum. Der Ventilator steht bereit und ein Schweißtuch ist auch schnell zur Hand. Warum tue ich mir das nochmal jeden Morgen an?

Achja: Es tut mir gut zu wissen, dass ich regelmäßig etwas für meine Beweglichkeit tue und mich auf Trab halte. Und es macht mir tatsächlich Spaß! Trotz der sich im Mund verirrten Fliegen und der demotivierenden Geschwindigkeitsanzeige, ist mein morgendlicher Fahrradweg wunderschön: Man schaut über die Ruhr auf grüne Waldhänge, manchmal steht ein Reh am Wegrand und die Sonne geht gerade auf. Das möchte ich nicht missen – denn DAS hilft mir wirklich beim wach werden.

Und einen Trost gibt es: Der Rückweg geht fast nur bergab. ✿

 

2 Kommentare zu „Mein Fahrrad und ich“

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